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Donautour 2010

18.08.2010 - 15.09.2010

29 Tage - 2980 km

Etappen Übersicht

Tour auf der OSM Karte anzeigen

 

Nachtrag:
Die fehlende Strecke von der Quelle in Donaueschingen bis nach Donauwörth wurde im August 2011 nachgeholt. Die Etappen sind in der Übersicht mit A und B bezeichnet. Ganz unten auf dieser finden Sie nun auch einen GPX Track vom kompletten Donauradweg von der Quelle bis zur Mündung den ich gefahren bin.
Diesmal wusste ich drei Tage vor dem Start noch nicht wohin, da ich meinen Reisepass nicht fand. Zum Glück verschob sich der Start und eine Recherche beim Auswärtigem Amt brachte zu Tage, daß nun für die komplette Strecke, auch Serbien, der Personalausweis reicht. Paßt, also los!
Eine Übersicht über die gesamte Strecke finden Sie weiter unten. Strecken, Höhenprofile und Fotos von den einzelnen Tagen finden Sie hier.
Da ich für die Tour ca. 20 Tage plus Rückflug (Urlaub ...) geplant habe, fiel die Entscheidung direkt Richtung Donau also nach Donauwörth zu fahren und das Teilstück ab der Quelle bei Donaueschingen irgendwann einmal wenn ich Zeit habe nachzuholen.
Die ersten zwei Etappen führten mich durch Deutschland von Zuhause direkt Richtung Donau auf die ich in Donauwörth traf, vorbei an Ingolstadt, Regensburg und Passau. Dabei führte der Weg oft auf oder neben dem Damm mit kleinen Abstechern ins Landesinnere. Wobei eine Steigung am Donaudurchbruch von Weltenburg nach Kelheim gemeistert werden muß. Nochmals den Radweg auf dem Radweg durch den Wald nach einem Regen mit all dem Gepäck würde ich nicht mehr machen, sondern auf der Straße bleiben. In Niederalteich traf ich dabei auf Frauen vom Verein Freundinnen der Donau wo ich freundlicherweise im Garten Zelten durfte.
Nach Passau wo die zwei Flüsse Ilz und Inn sich mit der Donau vereinigen nimmt man langsam Abschied von Deutschland und fährt über Linz, durch die schöne Wachau mit vielen Weinbergen an Melk und Krems vorbei nach Wien. Vor Wien bin ich mal weg von meiner Route und auf die linke Donauseite gewechselt, wodurch ich zufällig auf die Donauinsel kam und urplötzlich schon 7km hinter Wien war bevor ich es richtig realisierte. Somit war mein Tagesmotto: Einmal an Wien vorbeigeflogen ...
Bei Hainburg ging es über die Grenze in die Slowakai dem UVO folgend nach Bratislava und auf einem schönen und viel genutzen Weg (Radler, Skater, Jogger und Fußgänger) entlang der Donau weiter. Unterwegs traf ich Niko der von Donaueschingen gestartet war. Nachdem er zweimal seinen Reifen flickte radelten wir gemeinsam weiter nach Komamo bis zur Ungarischen Grenze.
Bei Esztergom wurde nach Ungarn gewechselt dabei führte der Weg an der Donau und Seitenflüssen entlang vieler Wochendhäuser auf äußerst löcherigen Wegen die bis Budapest zum Glück immer besser wurden. Jedoch nach Budapest wieder Mensch und Rad auf das äußerste strapazierten.
Durch den Danube-Drava National Park mit vielen Campingplätzen und dann bei Mohacs wieder auf die rechte Donauseite gewechselt um Richtung Kroatien weiter zu radeln. Dort über hügelige Straßen von Osijek und Vukovar weiter nach Ilok und dort über die Donau nach Serbien eingereist.
In Serbien war der komplette Weg wieder gut ausgeschildert, so daß die Karten fast überflüssig wurde. Über Spurwege auf den Dämmen ging es weiter nach Novi Sad, dann über doch stark befahrene Straßen mit zunehmnenden Verkehr je näher man Belgrad kam. Kaum in Belgrad drin ging es glücklicherweise an die Donau zurück dort auf schönen Radwegen weiter. Leider wurde die im Bikeline vorgeschlagene Route nach Smederevo gewählt und nicht die etwas längere aber ruhigere Variante der nach Kovin. Der Verkehr und die Abgase waren enorm!
Am nächsten Tag ging es jetzt nach Kovin, über eine abenteuerliche Fähre nach Ram und weiter nach Golubac. Die nächste Etappe war für mich die landschaftlich so ziemlich schönste Etappe der Tour, dem Nationalpark Djerdamp (Eisernes Tor) mit herrliche Aussichten, einem atemberaubenden Donaudurchbruch, aber auch mit vielen unbeleuchteten Tunnels, 26 an der Zahl.
Nach einem weiteren kurzen Stück in Serbien über Kladovo und Negotin ging es über die Grenze auf eine Stippvisite nach Bulgarien. Durch starkem Gegenwind und einem Umweg durch den Bau einer Donaubrücke verpasste ich die Fähre nach Calafat knapp und musste somit warten bis spät in die Nacht. Bis die nächste Fähre wieder rüber kam und endlich genügend Fahrzeuge da waren die rüber wollten, keiner wollte oder konnte eine Aussage machen wie lange es dauert ...
Nun in Romänien das letzte bereiste Land der Tour angekommen und glücklicherweise das erstemal keinen Gegenwind seit langer Zeit, dafür unglaublicher Anschub von hinten. Im Eiltempo ging es somit auf der längsten Ettappe durchs Landesinnere nach Turnu Magurele, vorbei an mehr Pferdefuhrwerken wie Autos. Heute traf ich auch eine Rad/Bus Reisegruppe aus Deutschland auf dem Weg nach Constanta wurde gut verpflegt, danke.
Weiter ging es über Giurgiu, der Industriestadt Calarasi und Silistra zurück auf die rechte Donauseite. Über viele Pflastersteine und hügelige Strassen weiter nach Ion Corvin, dort folgte ich weiter der Donau nach Cernavoda und Niko kürzte nach Constanta ab. Von dort an vielen Tieren (Hunde, Katzen, Kühe, Schafe, Schweine, Pferde, Esel, Hühner, ...) neben und auf der Strasse vorbei nach Braila und schließlich die Schlußetappe nach Tulcea.
Nach einer Übernachtung auf einem Boot ging es am nächsten Tag zu einer Bootsfahrt in die Pflanzen und Tierwelt im Donaudelta. Danach mit dem Schiff weiter nach Sulina Richtung Mündung der Donau ins schwarze Meer. Hier folgte eine weitere Bootstour mit Wanderung im Donaudelta.
Leider war das Meer so rau, dass es zu gefährlich wurde an den Leuchtturm zu schippern. Deshalb ging es Abends zu Fuß zum alten Leuchtturm von Sulina zum Flußkilometer 0.
Am nächsten Tag ging es wieder mit dem Schiff zurück nach Tulcea von dort mit dem Rad die letzten zwei Radetappen weiter nach Constanta. Leider war wetterbedingt die Badesesion gerade beendet, somit blieb nur noch etwas Sightseeing, bevor es mit dem Zug nach Bukarest ging.
Nach einem herrlichen Sonnentag in Bukarest ging es schließlich nach einer nervenaufreibenden Abfertigung im Flughafen Baneasa zurück nach Deutschland. Um dann mit einem nun stark eiernden Rad den letzten Berg hoch nach Zuhause zu radeln.

 

Diesmal schon wieder ein neues Setup. Da mein Trekkingrad noch immer nicht repariert und ein Rückflug und Zugreisen mit Anhänger alles wahrscheinlich etwas komplizierter gemacht hätte, wurde nun das Mountainbike gepimpt. D.h. Hinten stabile Gepäckträger und vorne Lowrider angebracht. Mit einer zusätzlichen wasserdichten Lenkertasche hatte ich somit fünf Taschen und einen Packsack mit Zelt, Isomatte und Schlafsack. Die Fronttaschena am Lowrider wären vom Volumen her absolut nicht nötig gewesen. Jedoch hatte ich nun erstens endlich mal etwas Ordnung in den Gepäcktaschen und zweitens das wichtigste sofort im Zugriff. In den Taschen vorne rechts waren Fressalien, links Regenklamotten, Windweste und Armlinge. Hinten den Rest der Sachen, die man über den Tag hinweg hoffentlich nicht braucht, gut verteilt. In der Lenkertasche waren natürlich so wichtige Sachen, wie Geld, Ausweis, Karten, Foto, Müsliriegel ...

Die Routenplanung lief diesmal auch wieder stark GPS basierend ab. Auf der Seite radreise-wiki.de fand ich eine gute Beschreibung mit GPS Track. Die ich mir auf mein GPS geladen habe. Die Route unterteilte ich in zwanzig 125km Etappen (komischerweise musste ich im Mittel 150km zurücklegen um die pseudo Etappenziele zu erreichen), aber das ist ein anderes Thema. Da bis mindestens Österreich die die Strecke gut ausgeschildert ist habe ich mir für danach ein Kartenset Budapest bis zum Schwarzen Meer vom Huber Verlag besorgt. Während der Reise traf ich Niko dieser war mit einem Bikeline Guide bewaffnet. Anhand dieser drei Quellen plus Hinweisschilder wurde die Tour bewältigt.

Aber wenn schon ein Navi dann auch Karten insbesondere wichtig um in Ortschaften schnell Campingplätze, Pensionen, Hotels oder Läden zu finden. Da jedoch meine gekauften Karten in Osteuropa zu dürftig waren, wurden zusätzlich am Tag vor dem Start noch Karten von der OpenStreetMap auf das Navi geladen. Diese waren insbesondere in Osteuropa deutlich besser was Strassen, Orte und Waypoints anging, also in aller Hinsicht besser. Ein kleines Manko war, daß natürlich nicht die eingedeutschten Namen angzeigt wurden.
Leider ging kurz vor Ende meine nagelneue Kingston Speicherkarte im Navi pöapö kaputt und verlor ihren Inhalt. Somit hatte ich ab Tulca keine Karten mehr. Und was weit schlimmer war, meine aufgezeichneten Tracks wurden auch stark in Mitleidenschaft gezogen. Bis auf den fünften Tag, bei dem der komplette Morgen fehlt, der Rest in aufwendiger Handarbeit mit einem Texteditor, Excel und einem PHP Programm gerettet werden. Hoffentlich muß ich das nie mehr machen! An dieser Stelle danke an Wolfgang, daß du mir eine Kopie meiner bis dahin gefahrenen Tracks gemacht hast. Hat mich erstens stark beruhigt und zweitens wurden drei Tage gerettet die ich nicht restaurieren musste. Aber hätte restaurieren müssen durch die fortschreitende Degeneration meiner Karte bis zum Ende der Tour, denn als ich Daheim kam waren 20 von 29 Tracks unbrauchbar. Eine weitere Woche später, als ich aus Neugier nochmal die Speicherkarte eingelegt habe, waren alle unbrauchbar, aber da hatte ich diese ja schon glücklicherweise auf dem PC.

 

Übersicht der Gesamtstrecke

Die gesamte Strecke als GPX Datei können Sie hier downloaden.

Mit den zwei restlichen Etappen (2011) ist die Donauroute komplett, in dieser GPX Datei finden sie den kompletten Donauradweg den ich gefahren in.